DRK-Therapiehunde besuchen JRK
Claudia stellte ihren elfjährigen Chicco vor, der ein Mischling ist und schon seit vielen Jahren DRK-Therapiehund ist. Beate zeigte auf das Halsband ihres fünfjährigen Catos, eines Eurasier, der aktuell in der Ausbildung zum Therapiehund ist. Die zehn JRKler waren von Anfang an begeistert.
Sie erfuhren dabei nicht nur viel über die Aufgaben der Therapiehunde. Claudia Schmitt-Neumann zeigte viele Fotos zu der Arbeit mit Senioren, mit Kindern, in Frauenhäusern und weiteren Einrichtungen.
Die Sechs- bis 14-Jährigen hörten gespannt zu. Einige haben daheim auch einen Hund oder mögen Hunde sehr, wie Even. Er freute sich ganz arg, dass die Hunde im Eutinger DRK-Heim waren und fragte nach: "Darf auch ein Rottweiler Therapiehund werden?" Claudia Schmitt-Neumann erklärte, dass nicht jeder Hund ein Therapiehund sein kann. Er braucht ein gutes Wesen und muss die Gehorsamprüfung absolvieren sowie weitere Ausbildungs-Elemente.
Dies zeigte auch Beate, die ihrem Cato befahl, an seinem Platz stehen zu bleiben. Sie holte die Leckerli, aber der Hund durfte sich nicht vom Platz entfernen. Die Kinder äußerten ihre Begeisterung mit Sätzen wie "Oh ist der lieb" oder "guck mal, wie süß".
Nach einigen Übungen wurden die Hunde belohnt. Jedes Kind durfte den Hunden ein Leckerli geben. Wer Angst hatte, durfte einen Kochlöffel nehmen. Selbst Kiara, die Anfangs noch Bedenken hatte, verlor mit der Zeit die Angst gegenüber den Tieren, denn zwischendrin durften die Kinder die Hunde immer wieder streicheln.
Beim Memorie-Spiel war die Scheu dann ganz verloren. Nach der Reihe durften die Kinder den Leckerli-Beutel werfen. Auf dem Boden hatte Claudia große Bilder umgekehrt ausgelegt. Jedes Kind versuchte das umdrehte Bild zu treffen, das wahrscheinlich das Hunde-Bild in der Hand wiederspiegelte. Ein anderes Kind durfte das Bild am Boden aufdecken. Wurde das richtige Bild gefunden, gab es ein Käsestück zuerst für Cato und dann für Chicco. Liyan schaute sich mit Begeisterung die Bilder an, weil auch seine Tante einen Hund hat. "Den mag ich sehr", sagte der Eutinger.
Beim Umdrehen der Bilder lernten die Kinder die Hunderassen wie Chihuahua, Berner Sennenhund, Eurasier oder Australien Shepherd kennen. Viele Leckerlis und Käsestücke verteilten die Kinder an die Hunde. Sie hatten riesige Freude und machten gemeinsam Fotos.
Spielerisch lernten sie so die Wohlfahrt- und Sozialarbeit, eine Gemeinschaft des DRK, kennen. Sie erfuhren auch, dass es in Eutingen die drei Gemeinschaften Jugendrotkreuz, Bereitschaft und Wohlfahrt- und Sozialarbeit (WuS) gibt.
Das Jugendrotkreuz trifft sich alle zwei Wochen donnerstags um 18 Uhr und beschäftigt sich neben Erste-Hilfe, Werte leben und Sozialaktionen auch mit integrativen Projekten. Die Bereitschaft ist danach, um 19 Uhr dran. Sie hat Aufgabenschwerpunkte wie Sanitätsdienste, Blutspende-Termine, Erste-Hilfe-Kurse, aber auch Übungen mit anderen Helfern inne. In der WuS beschäftigen sich die Eutinger mit Gymnastik 55 plus, bieten aber auch Sozialaktionen mit Geflüchteten und Typisierungsaktionen für Krebskranke an. Im Landkreis sind die Aufgaben viel weiter, was die Kinder so spielerisch verinnerlichten.
Ein herzliches Dankeschön an Claudia und Beate für diesen spannenden Einblick in einen wichtigen Bereich des Roten Kreuzes!