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DRK und Feuerwehr üben am ehemaligen Kuhstall

Bei der Hauptübung der Feuerwehrabteilung Eutingen und des DRK-Ortsvereins Eutingen hatte es geregnet. Doch die Übung am ehemaligen Kuhstall konnte problemlos umgesetzt werden.

Laut Übungsannahme hatten die beiden Jugendlichen im Kuhstall gezündelt, wobei das Stroh zu brennen begann. Da das Feuer in Richtung naheliegender Technikraum und auf die installierte Photovoltaik-Anlage auf dem Dach übergreifen zu schien, musste die Mannstarke Abteilungswehr Eutingen schnell handeln. Diese war mit dem vollen Fuhrpark, mit dem Gerätewagen-Logistik, dem Tanklöschfahrzeug und dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug sowie dem Mannschaftstransportwagen (MTW) vor Ort.

Dazu kam die Herausforderung, dass die Hydranten einige hundert Meter entfernt sind. Von der Marktstraße aus, im Bereich altes Sportheim, legten die Feuerwehrleute eine rund 300 Meter lange B-Schlauchleitung. "Von der Bahnhofstraße aus hätten wir nur 200 Meter gehabt, aber da hätten wir über die Brücke gemusst und die Engstelle passieren müssen", erklärte Abteilungskommandant Hubert Akermann. Gleichzeitig drangen die Atemschutzgeräteträger in das Gebäude vor und suchten die beiden Mimen, die von der Jugendfeuerwehr gestellt wurden.

Mime Melvin war laut Übungsannahme auf dem Weg ins Freie gestolpert und hatte sich das Kinn aufgeschürft. Mit der Trage brachten ihn die Atemschutzgeräteträger in Richtung Versorgungsplatz, wo die Helfer des DRK-Ortsvereins Eutingen ihn erstversorgten. Die zweite Mimin wurde im Stroh gefunden und hatte sich laut Übungsannahme eine Schnittwunde zugezogen, die ebenfalls vom DRK erstversorgt wurde. Die Übergabe lobte Hubert Akermann.

Stellvertretend für Bürgermeister Armin Jöchle sprach sein Stellvertreter Winfried Seele von einer gelungenen Übung. Das Objekt sei für die Feuerwehr ein anspruchsvolles gewesen und auch die Annahme keine einfache Aufgabe sei. Von Seiten der Gemeinde sei die Abteilung gut ausgerüstet, was bei einem solchen "Brand vier" von Nöten sei. Daher sei eine zukünftige Budget-Erhöhung zur Förderung der Feuerwehr und des DRK wichtig.

Gesamtkommandant Tobias Plaz erklärte, dass selbst, wenn das Feuer in diesem Gebäude schnell entdeckt worden wäre, dass man nicht mehr viel retten könnte. Die Brandannahme sei ähnlich, wie der damalige Schuppenbrand im Asternweg. Damals hatten Jugendliche gezündelt, wobei ein Schuppen ausbrannte und die Photovoltaikanlage in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Beim Übungsobjekt würde sich über das Blechdach das Feuer ausbreiten. Daher gelte es, die Personen im ehemaligen Kuhstall sehr schnell zu retten. Tobias Plaz freute sich, dass der neulich besprochene Schnellangriff bei einem Brand von der TLF-Gruppe umgesetzt wurde. Somit sei versucht worden, den Technik-Anbau zu retten und damit Schadensbegrenzung vorzunehmen. Die Menschenrettung sei angesichts der Materialschlacht gut gelöst worden.

Die Einsatzleitung oblag den Führungskräften im Mannschaftstransportwagen, wo nach der Übung eine Nachbesprechung stattfand. Besonders betonte der Gesamtkommandant die mannstarke Übung, die das einsatzreiche Jahr umrahmt.

Für den DRK-Ortsverein Eutingen sprach Michael Werlein, der den beiden Mimen dankte. Bei diesen wurde neben den offensichtlichen, geschminkten Wunden jeweils eine Rauchgasvergiftung festgestellt, die mit Sauerstoff versorgt wurde. Die Übergabe der Mimen sei gut erfolgt, denn die Helfer wären nicht einmal im Gefahrenbereich gewesen. Zudem dankte das DRK für die zur Verfügung stellen des Pavillons, unter dem die beiden Mimen versorgt wurden.

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Alexandra Feinler


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