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DRK informiert Göttelfinger über Hausnotruf

Eutingen-Göttelfingen. Was die Göttelfinger tun können, um auch noch im hohen Alter selbstbestimmt in ihrem Zuhause zu leben, darüber informierte nun Wolfgang Kappler vom DRK-Kreisverband Freudenstadt.

Fotos: DRK/Feinler

Im Rahmen des Seniorennachmittags im Gemeindehaus in Göttelfingen begrüßten die Organisatoren den Vertreter des DRK-Kreisverbands Freudenstadt. Rosi Wolfersperger freute sich, dass sich 23 Senioren Zeit für den bunten Nachmittag genommen hatten.

Wolfgang Kappler vom DRK-Kreisverband Freudenstadt zeigte das Hausnotruf-Gerät und das Mobil-Notrufgerät.

Für das Hausnotrufgerät werde ein Telefonanschluss im Haus benötigt. Eine Göttelfingerin wollte wissen, ob eine spezielle Box gebraucht werde. Wolfgang Kappler betonte, dass viele eine Internetbox oder ähnliches hätten, aber es würde eine ganz normale TAE-Dose reichen. Der Installateur vom DRK-Kreisverband hätte so eine meist schon dabei. Auch würden die Hausnotruf-Teilnehmer keinen besonderen Anschluss benötigen, bis auf zwei Anbieter, würde es bei allen problemlos klappen.

Das Gerät konnte sich jeder anschauen. Der rote Knopf sei da, um einen Notruf abzusetzen. Wer ausversehen darauf gedrückt habe, könne innerhalb zehn Sekunden den grauen Knopf drücken, dann werde die Alarmierung zurückgenommen. Ansonsten würde die Leitstelle Kontakt zum Hausnotrufteilnehmer aufnehmen.

Beim Grundpaket müsste der Teilnehmer mindestens drei Bezugspersonen wie Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn hinterlegen. Würde der Teilnehmer am Handknopf oder dem umhängbaren Knopf den Alarm auslösen und die Leitstelle würde den Teilnehmer nicht erreichen, würde zuerst eine Bezugsperson vor Ort geschickt werden. "Die ist ja schneller vor Ort, als wir, wenn wir von Horb oder so kommen", erklärte Wolfgang Kappler.

Ein Senior wollte wissen, welchen Pflegegrad man brauche, damit die Krankenkasse den Hausnotruf bezahlt. Laut Wolfgang Kappler würden in der Regel die meisten Krankenkassen ab der Einstufung eines Pflegegrads das Grundpaket monatlich tragen.

Hermine Raible aus Göttelfingen zeigte ihren Hausnotrufknopf, den sie auch zum Seniorennachmittag mitgebracht hatte. "Wir haben etwas 50 bis 100 Meter Empfang mit diesem", betonte Wolfgang Kappler, dass für weiteren Empfang der Mobilnotruf benötigt werde. Mit diesem könnte man beim Klettern, Wandern oder Radfahren einen Notruf absetzen. Ob dieser auch in der Schweiz und in Österreich funktioniere, wollte ein Senior wissen. Wolfgang Kappler bejahte, wies aber auf Ausnahmen wie Italien oder Frankreich hin. 

Das Mobilnotruf-Gerät würde sich über eine Euro-SIM-Karte in das stärkste Netz einwählen, was Wolfgang Kappler gleich testete. Eine Dame aus der Zentrale fragte über das Gerät, was passiert sei und erhielt von Wolfgang Kappler die Info, dass es sich um einen Test handle. Sie ortete das Gerät per GPS und wies mit der Kniebisstraße in Göttelfingen die richtige Adresse auf.

Weiter erfuhren die Senioren von der Rotkreuzdose, die mit Informationen bestückt in den Kühlschrank gestellt werde. Ein Kleber am Kühlschrank, einen an der Haustüre und der Rettungsdienst würde im Ernstfall, wenn der Patient nicht mehr ansprechbar sei, alle lebensnotwendigen Daten finden. Infos zu Allergien, Krankheiten und Kontaktdaten zum Hausarzt und weiteres würden auf dem Info-Zettel vermerkt, sodass wichtige Zeit im Ernstfall gespart werde.

Neu sei auch die DRK Service Zeit, die der DRK-Mitarbeiter vorstellte. Bei diesem würde ein DRK-Mitarbeiter den Senior besuchen und diesem beim Alltagsgeschehen helfen. Von Haushaltshilfe über Arztbesuche bis hin zum Einkaufen und Begleiten zu Terminen werde mit dem Senior ein Zeitbüdget erarbeitet. Weitere Fragen konnten die Senioren stellen, die vor allem mehr zur Rotkreuzdose wissen wollten.

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Alexandra Feinler


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