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Zuhörer war schon in einer ähnlichen Lage

Wie wichtig die Reanimation ist, zeigte ein Eutinger bei der vergangenen AED-Schulung der Björn-Steiger-Stiftung mit DRK-Ausbilder Roger Cornitzius am Mittwochabend im Alten Schulhaus in Göttelfingen.

Ortschaftsrat David Brittain begrüßte stellvertretend für die erkrankte Ortsvorsteherin Svenja Gluth die Zuhörer und betonte, wie wichtig das Thema Reanimation und die Schulung am Defibrillator ist: "Das ist entscheidend zwischen Leben und Tod. Daher ist die Schulung sehr, sehr wichtig."

DRK-Ausbilder Roger Cornitzius informierte die 21 Zuhörer über den Unterschied zwischen einem Herzinfarkt und dem plötzlichen Herztod.

Der Herzinfarkt sei ein mechanisches Problem, denn ein Thrombus würde sich freireißen und beispielsweise im Herzbereich stecken bleiben. Bei einem Herzinfarkt bleibe meist noch etwas Zeit zum Handeln.

Beim plötzlichen Herztod handle es sich um ein technisches Problem und der Mensch sei tot, ab dem Moment, in dem er auf dem Boden aufkommt. "Wenn Sie nun nichts machen, dann stirbt die Person vollends", verdeutlichte DRK-Ausbilder Roger Cornitzius. Daher seien die Schulung der Björn-Steiger-Stiftung und des DRK-Kreisverbands Freudenstadt so wichtig.

Nachdem der Notruf abgesetzt wurde, muss reanimiert werden, betonte der Ausbilder. Wie wichtig das Vorgehen ist, wusste auch ein Eutinger. Nach einem Belastungstest im Krankenhaus sei er zusammengebrochen. "Ich war damals 70 Jahre alt und mir ist das passiert. Heute bin ich putzmunter", unterstrich der bekannte Eutinger. Sein Glück sei gewesen, dass es im Krankenhaus passiert sei.

Doch nicht jeder habe das Glück und daher sei der Patient im Ernstfall darauf angewiesen, dass die Helfer schnell handeln. Eine Zuhörerin wollte wissen, wenn sie alleine ist, ob sie den Defibrillator/AED holen sollte.

Roger Cornitzius verdeutlichte, dass der AED nur geholt werden könne, wenn mindestens zwei Helfer vor Ort seien. Sei man alleine, sollte man laut nach Hilfe rufen, aber auf jeden Fall mit der Reanimation beginnen: "Stellen Sie sich vor, dass sie die externe Pumpe des Herzens sind. Wenn Sie nicht drücken, dann wird das Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt." Sollte der Patient wieder ins Leben zurückgerufen werden, wäre das Gehirn nach fünf Minuten schon abgestorben.

"Was mache ich, wenn es kracht?", wollte ein weiterer Zuhörer wissen. Roger Cornitzius erklärte, dass das vor allem bei älteren Patienten vorkommen könnte. Allerdings würde keine Rippe brechen. Lediglich die Knorpelverbindungen würden sich ablösen und die seien innerhalb von rund drei Wochen wieder verheilt.

Ein weiterer Zuhörer wollte wissen, was der Unterschied zwischen Vorhofflimmern und dem plötzlichen Herztod sei. Beim Vorhofflimmern seien Extrasystolen in den Herzkammern betroffen, jedoch sei das die noch etwas "harmlosere Version" verglichen mit dem plötzlichen Herztod. Bei diesem würde das Herz einfach stehen bleiben.

Beim Herzkammerflimmern kann gedrückt werden, aber erst der Stromschlag des AED beende das Flimmern und das Herz könne durch die Reanimation wieder dazu bewegt werden, normal zu schlagen. Ein Zuhörer wies auf den Präkordialen Faustschlag hin, den man vor vielen Jahrzehnten noch gelernt habe. "Den macht man heute nicht mehr", erklärte Roger Cornitzius, dass so ein Schlag geschult werden müsse und daher nicht vom Laien verlangt werden könne.

Die Zuhörer zeigten sich sehr interessierten und versuchten sich in mehreren Gruppen an der Reanimation der Puppe.

 

Standorte in der Gemeinde Eutingen:

Göttelfingen: Außenkasten zwischen Altem Schulhaus und Rathaus Eutingen: in der Volksbank, immer geöffnetRohrdorf: beim Rathaus, Richtung Eingang zur Ortsverwaltung, Schwalbenstraße Weitingen: Kleine Markthalle, Dorfstraße

 

 

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Alexandra Feinler


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