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AED Rezertifizierung

Der DRK Ortsverein Eutingen und Bildechingen arbeiteten bei der AED-Rezertifizierung Hand in Hand.

Der DRK Ortsverein Eutingen und Bildechingen arbeiteten bei der AED-Rezertifizierung Hand in Hand.

Eutingen/Bildechingen Pünktlich zur AED-Rezertifizierung der DRK Ortsvereine Eutingen und Bildechingen am Donnerstag wurden einige Helfer-vor-Ort zu einem Notfall alarmiert. Davon ließen sich die restlichen DRK-Mitglieder aber nicht abhalten, sie folgten gespannt den Erklärungen von Stefan Platz.

Wie wichtig die Themen Bodycheck und Wiederbelebung sind, verdeutlichte der Bereitschaftsleiter des DRK OV Eutingen. Eine Reanimation von Kindern, Kleinkindern und Säuglingen komme selten vor, dafür erleben die Helfer-Vor-Ort vermehrt Notfälle in ihrem Bereich. "Die Fälle werden immer ernster", betont Stefan Platz. Kaum ausgesprochen, piepte auch schon der digitale Melder und einige Helfer-Vor-Ort rückten aus. Der Rest frischte sein Wissen auf.

Beim Erwachsenen werde 30 Mal gedrückt und zwei Mal beatmet. Jedoch müssten die Kinder erst einmal fünf Mal beatmet werden, bevor die Herzmassage beginnen kann. "Bei Kinder ist die Ursache häufig Atemwegsbedingt", erklärte Platz. Bei einem Erwachsenen wäre es gerade andersrum. Zuerst wird gedrückt und dann beatmet, weil bei diesem vermehrt herzbedingte Ursachen vorliegen würden. "Es gibt Laien, die schauen sich vor der Beatmung. Dann ist es wichtig, dass sie wenigstens drücken", erfuhren die Zuhörer.

Wiederholt wurde auch, dass die Reanimation nicht auf einem weichen Untergrund, der nachgeben kann, erfolgen sollte. Bei der Reanimation mit einem Defibrillator dürften der Bewusstlose und der Helfer nicht in einer Pfütze oder im Schnee stehen. Denn das Gerät gebe Stromstöße, womit das Herz angeregt werde zu schlagen. Da Wasser bekanntlich leitet, wären die Folgen für den Helfer fatal. Zudem sollte der Bewusstlose Bei einer Reanimation nicht in eine Rettungsdecke gepackt werden, denn diese leitet ebenfalls den Strom.

"Wann wird denn überhaupt defibrilliert?", fragte Katrin Platz das Wissen ab. Wenn die Person nicht atmet und man keinen Puls fühlt, antwortete die Runde. Katrin Platz wiederholte den Bodycheck, der aus ansprechen, Atemüberprüfung, Puls fühlen und Mundraumkontrolle besteht. Sie zeigte darauf, wie richtig gedrückt und mit der Maske und dem Beutel beatmet wird. Die unterschiedlichen Defibrillatoren wurden vorgestellt. Dabei warnte sie, die Pads nicht auf die Brustwarzen zu kleben, da diese durch den Strom geschädigt werden können.

Bei der Fragerunde zeigten die DRK-Mitglieder, dass ihr Fachwissen groß ist. So erklärten sie, dass ein Mensch durchschnittlich 12 bis 18 Mal, je nach Training, in der Minute atmet. Jugendliche würden etwa 20 Mal atmen. Das Herz schlage 60 bis 80 Mal pro Minute. Wer von Hand reanimiert sollte beim Drücken eine hunderter Frequenz hinbekommen. Wie tief gedrückt wird, konnten die Teilnehmer an den verschiedenen Puppen ausprobieren. Vom Erwachsenen über das siebenjährige Kind und das etwa drei Jahre alte Kleinkind bis hin zum Säugling waren verschiedene Übungsmöglichkeiten gegeben. Beim Säugling mussten die Helfer darauf achten, dass sie diesem aufgrund der noch fehlenden Kopfmuskulatur den Kopf nicht überstrecken. Der Körper des Babys sollte auf eine Unterlage gelegt werden, damit sich der Kopf leicht nach hinten neigt. Hier waren besonders kleine Masken und ein kleiner Beatmungsbeutel im Einsatz.

Das Einführen von Tubus wurde einigen DRKlern gezeigt, andere kannten diese Prozedur schon aus langjähriger Erfahrung. Nach der ausführlichen Auffrischung und dem praktischen Üben gingen die Teilnehmer mit dem Gefühl nach Hause, für den Notfall gewappnet zu sein. 

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Alexandra Feinler


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